DER HOFFNUNGSLOSE ZUSTAND DER UNGLÄUBIGEN


Die Hoffnungslosigkeit, eine geistige Krankheit, findet man häufig unter Menschen, die der Religion fern sind. Sie entsteht durch die Verleumdung der Existenz Gottes oder durch die fehlende Erkenntnis und Anerkennung Gottes, so wie es verlangt wird. Sie besitzen weder Glauben noch Kenntnisse des Quran, und Sie sind der Überzeugung, dass alle Ereignisse das Resultat einer Serie von Zufällen sind.

Aus diesem Grund bringt jedes unvorteilhafte Ereignis, das sie erleben, Kummer und Hoffnungslosigkeit. In der Tat, sie brauchen nicht einmal ein negatives oder schlechtes Ereignis dazu; die Mutmassungen, Einflüsterungen und Ängste, die sie sich selbst machen, genügen, um sie in tiefe Depressionen zu versenken. Solche Menschen sehen in allem immer nur das Negative und das Schlechte. Jedes Ereignis führt zu einer Schlussfolgerung, die sie in Hoffnungslosigkeit versetzt und zu Depressionen führt, denn sie besitzen keine Führung, die ihnen einen Rahmen von Richtlinien gibt. Ihre Lebensphilosophie und Perspektive von Ereignissen stützt sich auf Zufälle und Wahllosigkeit. Eine solche Auffassung kann ihnen weder Hoffnung noch Vertrauen geben. An solche Ideen zu glauben und sein Leben darauf zu stützen, kann nur Kummer und Schmerz bringen.

Das ist eine natürliche Folge der Nichtanerkennung Gottes und der Tatsache, dass Er den Quran aus Barmherzigkeit und als Führung an uns gesandt hat. Folglich ist der Schmerz, den sie empfingen, das Resultat der Unterdrückung ihrer selbst. In ihrer Unwissenheit über das göttliche Schicksal, das sie und die gesamte Schöpfung umhüllt, sehen sie alle Ereignisse, die als Folge von Gottes Willen und Wissen stattfinden, als eine Serie von Zufällen. Die Blindheit und Unwissenheit, in der sie sich befinden, führt sie zu einem Leben, das den Schmerzen der Hölle ähnlich ist.


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So ist die Situation der Ungläubigen; es gibt jedoch Menschen, die sich Muslime nennen und die in der gleichen geistigen Verfassung sind. Ungeachtet ihrer Selbstbeschreibung sind ihre Reaktionen und Antworten auf die Ereignisse nicht sehr anders als jene der Ungläubigen, denn sie befinden sich weit entfernt vom Quran. Sie betrachten alle Ereignisse als das Resultat einer Serie von Ursachen, Gesetzen der Natur oder sozialen Entwicklungen, und glauben nicht, dass Gott sie erschaffen hat. Somit können sie die göttliche Weisheit und die Ziele, die sich hinter allen Ereignissen befinden, nicht sehen.
Die Quranische Perspektive gibt jedoch den Menschen einen ganz anderen Charakter. Erstens, jene Menschen, die ein Ereignis aus der Perspektive eines Gläubigen sehen, sind der Überzeugung, dass jedes Ereignis etwas Gutes für sie und die anderen Gläubigen bedeutet, denn Gott ist der Freund des Gläubigen, Der entscheidet und das Beste in dieser Welt und dem Jenseits erschafft. Wenn sie sich in einer Situation befinden, die negativ erscheint, so führen sie dies nicht auf ein Unglück zurück, oder Zufälle, die sich nicht in ihre Richtung bewegen; denn sie verstehen, dass Gott dieses Ereignis zu ihrem Guten erschaffen hat, wie in diesem Vers beschrieben:

Die ihr Vermögen auf Gottes Weg ausgeben, gleichen einem Korn, das in sieben Ähren schießt, in jeder Ähre hundert Körner. Und Gott gibt doppelt, wem Er will, und Gott ist umfassend und wissend. (Sure 2:261 - al-Baqara)

Die Erkenntnis, dass alles von Gott kommt und alles durch Seinen Willen geschieht, hilft den Gläubigen, nicht traurig zu werden oder in Verzweiflung zu geraten. Sie wissen, dass dieses Leben eine Prüfung ist und begegnen jedem Ereignis mit der besten Haltung und auf eine Art und Weise, wie es im Quran bestimmt ist.


Nur Ungläubige verlieren die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit

Was die Haltung betrifft, die man bei der Konfrontation mit einem schwierigen Ereignis annimmt, so kann man die Menschen in zwei Gruppen teilen. Die erste Gruppe verleumdet Gottes Existenz und ist voll im weltlichen Leben befangen. Menschen dieser Gruppe werden, sobald sie Schwierigkeiten, Kummer, körperliche oder geistige Beschwerden haben, plötzlich aggressiv und zeigen unerwartetes und rebellisches Benehmen. Diese Verzweiflung beeinflusst ihr ganzes Leben, denn es zerstört ihre Begeisterung und Leidenschaft und führt zu Widerstand und Trotz. Sie sehen in jedem Problem eine Katastrophe und können somit nicht auf eine reife und ausgeglichene Art darauf antworten.

Die Menschen, die die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit verlieren, glauben nicht an ein Leben nach dem Tod. Gott sagt ganz klar im folgenden Vers, dass nur jene, die Ihn zurückweisen, die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit verlieren:

Und diejenigen, welche nicht an die Offenbarungen Gottes und die Begegnung mit Ihm glauben - sie sind es, die an Seiner Barmherzigkeit verzweifeln; und sie werden schmerzliche Strafe erleiden. (Sure 29:23 - al-'Ankabut)

Der Prophet Jakob (as), einer der Propheten, der im Quran gerühmt wird, rät seinen Söhnen, ihre Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit aufrecht zu erhalten, und er erinnert sie daran, dass nur jene, die den Glauben zurückweisen, die Hoffnung auf Seine Barmherzigkeit verlieren:

O meine Söhne! Zieht aus und erkundigt euch nach Joseph und seinem Bruder. Und verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen." (Sure 12:87 - Josef)

Die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit aufzugeben, bedeutet, dass man sich nicht bewusst ist, dass Er Macht über alles hat. Jene Menschen, die diese Haltung annehmen, zeigen eine enorme Undankbarkeit, denn jeder Mensch verdankt alles unserem Herrn. Gott hat die Menschheit erschaffen und Er hat jedes Mitglied befähigt, zu hören und zu sehen, zu denken, zu laufen und zu springen. Er befähigt die Menschen zu atmen und zu lachen; gibt ihnen gute Gesundheit; versorgt sie und gibt ihnen das, was sie lieben. Jene Menschen, die alle Hoffnung auf Ihn aufgeben, zeigen völlige Gleichgültigkeit gegenüber allen Geschenken und Wohltaten. Gott ist vor allem nicht zufrieden, wenn Menschen in Verzweiflung geraten, nachdem Er ihnen eine oder mehrere Seiner Gaben weggenommen hat.

Und wenn Wir dem Menschen Gnade erweisen, wendet er sich ab und hält sich abseits. Doch wenn ihn ein Übel trifft, verzweifelt er. (Sure 17:83 - al-Isra)

Undankbare Menschen, die der Tatsache gleichgültig gegenüber stehen, dass Gott uns mit allen Gaben versorgt, verlieren jegliche Hoffnung, sobald ihnen diese Gaben weggenommen werden, und Sie erleben einen riesigen Schock. Solche Undankbarkeit und Hoffnungslosigkeit sind nur einige der negativen Charaktereigenschaften jener Menschen, die fern vom Quran leben.

Und als sie die Ermahnungen vergessen hatten, öffneten Wir ihnen die Türe zu allen Dingen, bis als sie sich des ihnen Gewährten erfreuten - Wir sie plötzlich erfassten. Und da verzweifelten sie. (Sure 6:44 - al-An'am)

Bis sie zur Verzweiflung gebracht werden, wenn Wir ihnen das Tor zu einer (wirklich) strengen Strafe öffnen. (Sure 23:77 - al-Mu'minun)

Der schwache und unedle Charakter der Ungläubigen wird auch in einem anderen Vers erwähnt:

Der Mensch ermüdet nie, wenn er um Gutes bittet; doch wenn ihn das Böse trifft, dann ist er verzweifelt und verzagt. (Sure 41:49 - Fussilat)


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Gott macht den Gläubigen klar, dass sie sich nicht mit ungläubigen Menschen anfreunden sollen, die nicht an ein Leben nach dem Tod glauben und alle Hoffnung auf das Jenseits verloren haben. In der Tat findet man solche Menschen oft in illegale Aktivitäten verwickelt, vom Mord bis zum Diebstahl. Sie unterdrücken die Menschen, ohne sich irgendwelche Gedanken darüber zu machen. Betrügerische Aktivitäten und das Ungesetzliche werden zu ihrem Lebenstil. Sie besitzen keinen Glauben an das Leben und die Hoffnung nach dem Tode und besitzen somit keine Furcht vor Gott. Deshalb warnt Gott im folgenden Vers die Gläubigen davor, sich mit solchen Menschen anzufreunden:

O ihr, die ihr glaubt! Schließt keine Freundschaft mit einem Volk, dem Gott zürnt. Sie haben die Hoffnung auf das Jenseits aufgegeben, so wie die Ungläubigen die Hoffnung hinsichtlich derer aufgegeben haben, die begraben sind. (Sure 60:13 - al-Mumtahina)
Hoffnungslosigkeit ist eine der herausragendsten Unterschiede zwischen den Menschen die glauben und jenen, die es nicht tun. Ungläubige Menschen leben nicht mit dem Wunsch, Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Sie besitzen nicht den Frieden, den gläubige Menschen erhalten, indem sie, was ihnen auch zustösst, alles dem Willen Gottes zuschreiben. Sie sind deshalb immer ängstlich und leben in der Annahme, dass alle Ereignisse sich gegen sie richten.

Sie schöpfen vielleicht eine Sekunde Hoffnung, geraten dann aber sofort wieder in Verzweiflung, wenn etwas nicht so eintritt, wie sie es geplant haben. Bei gläubigen Menschen ist genau das Gegenteil der Fall. Der Glaube ist die grösste Wohltat, die man in dieser Welt bekommen kann und der Gläubige hat "… den festesten Halt erfasst..." (Sure 2:256 - al-Baqara). Der Eine, der erschafft, was nicht existierte und der zum Leben erweckt, was tot war, der uns heilt nach Krankheit, der uns essen, trinken und aufwachsen lässt, der die Dunkelheit vertreibt und das Licht bringt, ist Gott, und die Gläubigen glauben an Ihn allein und gesellen Ihm keine falschen Götter bei.

Der Glaube schützt die Menschen vor Dingen, die körperlichen und geistigen Schaden anrichten können: Verzweiflung, Trauer, Angst, Kummer, Stress und Sorgen über die Zukunft, Nervosität. Statt dessen bringt der Glaube den Menschen Frieden und Freude. Nur der Glaube bringt den Menschen Freiheit. Die Menschen, die sich an andere Dinge klammern, als den Glauben, werden nie Frieden finden. Auch wenn sie ihre Ziele erreichen, werden sie entdecken, dass sie die Seligkeit nicht finden konnten.

Während einer Krankheit und vor allem im hohen Alter, erfahren die Menschen, dass Dinge und Menschen, denen sie ihr ganzes Leben gewidmet haben, ihnen nicht treu geblieben sind. Wenn sie zu der Erkenntnis kommen, dass all diese Jahre vergeblich waren und ihnen nichts Gutes gebracht haben, sind sie niedergeschlagen. Ihre Ideale, Erwartungen, Freunde und Lieben, die sie bis jetzt aufrecht erhalten haben, sind verschwunden.

Gläubige werden jedoch durch körperliche Veränderungen und Verluste in ihrem Leben nicht in Traurigkeit und Depressionen verfallen, weil sie nicht so sehr an ihrem Leben hängen. Der geachtete Gelehrte Beduizzaman Said Nursi, der sein ganzes Leben im Kampf für Gott gelebt hat, erklärt, wie der Glaube ihm genügte und wie der Glaube ihm eine unermüdliche Quelle der Hoffnung war:

"Das Licht des Glaubens genügte, um mir über jeden Kummer, der durch das Altwerden und die Schmerzen der Trennung entstanden war, hinweg zu helfen; es gab mir unauslöschliche Hoffnung, unanfechtbaren Glauben, unauslöschliches Licht und unendlichen Trost. Der Glaube ist sicherlich mehr als genug angesichts der Dunkelheit, Kopflosigkeit, Kummer und Sorgen des Altwerdens. In Wirklichkeit ist das Altwerden dunkel, licht- und trostlos, und die schrecklichste und sorgenvollste Trennung sind das Altwerden und die Trennung von Menschen, die irregeleitet und zerstreut sind. Die Erfahrung eines solchen Glaubens, der Hoffnung, Licht und Trost bringt, erfährt man durch die Annahme einer bewussten ehrfürchtigen Haltung, die sich dem hohen Alter ziemt und die für den Islam angemessen ist. Es ist nicht möglich, die Jungen zu imitieren, sich dabei kopflos auf etwas zu stürzen und sein hohes Alter zu vergessen." (Risale-i Nur Collection, The Twenty-Sixth Flash, http://www.beduissaman.org/flashed/f26.html)

Jene Menschen, die sich an Gottes Gaben erfreuen, finden es erniedrigend ihre Persönlichkeit zu ändern oder in Verzweiflung zu geraten, sobald ihnen diese Gaben weggenommen werden. Es ist ein Zeichen, dass sie nicht den wahren Glauben an Gott und das Jenseits besitzen und es ist ein Zeichen von fehlender Weisheit und von mangelhaftem Verständnis.

Gott gibt und nimmt Seine Gaben; eine der Charaktereigenschaften, die den Gläubigen von allen anderen unterscheidet, ist die positive Moral, die er in solchen Situationen zeigt. Die wesentlichen Gesichtspunkte sind ihre völlige Unterwerfung vor Gott; ihre Denk- und Handelsweisen richten sich nach dem Quran, den Er der Menschheit gesandt hat; für sie kommen nur solche Lösungen in Frage, die sich mit der Perspektive des Quran vereinbaren lassen.

Jene Menschen jedoch, die ohne Glauben sind, stützen ihr Leben auf ein Modell, das dem Quran entgegengesetzt ist. Es beinhaltet Spott, Unterdrückung, Sorgen, Betrug, Angst vor dem Tod, weltliche Ambitionen und Traurigkeit. Hoffnungslosigkeit findet man praktisch bei jedem ungläubigen Menschen, denn seine Lebensziele stützen sich nicht auf eine solide Grundlage, nämlich den Glauben an Gott und die Unterwerfung vor Ihm. Daher ist sind ihr Leben, ihre Fähigkeiten und ihre Ausdauer so schwach wie ein Baumwollfaden. Sie befinden sich in einer geistigen Verfassung, die jederzeit anfällig ist für Verzweiflung.

Um Begeisterung zu besitzen, die sich nicht erschöpft, müssen die Menschen vollen Glauben und Vertrauen in Gott haben, und sie müssen sich Ihm unterwerfen. Nur jene Menschen leben in Hoffnung, die mit Gott befreundet sind. Jene, die nicht an ihn glauben, werden wahre Hoffnung nie kennenlernen, eine Hoffnung, die nicht von weltlichen Bedingungen abhängig ist. Sie verschwenden ihre Zeit mit negativen Möglichkeiten und bewerten Ereignisse in einem negativen Licht. Ihr Mangel and Vertrauen und Verlass auf Gott wird ihnen unzählige Gründe geben, sich zu sorgen, denn sie sind der Überzeugung, dass alles zufällig passiert. Unter diesen Bedingungen werden sogar mögliche Naturkatastrophen zur Quelle von Sorgen.

Das Universum enthält viele Einzelheiten, die durch ein empfindliches Gleichgewicht Harmonie schaffen. Wenn ein Teil dieses feinen Gleichgewichtes auch nur im geringsten gestört wird, kann es zu einer schweren Katastrophe führen. Ein starkes Erdbeben, zum Beispiel, kann alles auf der Erdkruste zerstören. Die Kruste ist wie eine Membrane, die auf der Magma schwimmt, die bei Temperaturen von Tausenden von Graden kocht und brodelt, worin die härtesten Metalle nur im geschmolzenen Zustand gefunden werden können. Es ist sehr leicht möglich, dass diese Membrane an manchen Orten auseinandergerissen wird und daß die Erdkruste durch die kochende Lave zu Asche verfällt. Auch jene Orte, die man auf dieser Erde als die sichersten einstuft, sind nicht ohne diese Gefahr, denn es gibt keine Berechnungen von 100%iger Sicherheit, nur Schätzungen und Annahmen.

Gleichzeitig dreht sich die Welt mit einer unwahrscheinlich hohen Geschwindigkeit durch was Weltall und Tausende von Meteoriten flitzen vorbei. Es gibt keine Garantie, dass nicht eines Tages ein solcher Meteorit die Erde trifft. Ein Meteorit von nur 1 km Durchmesser ist gross genug, um das Leben, wie wir es auf der Erde kennen, durch eine Klimaveränderung durcheinander zu bringen. Eine grosse Explosion auf der Sonne und die daraus entstehende Energie und Strahlung, kann alles Leben auf der Erde vernichten. Dies sind nur einige Beispiele, und es gibt Tausende von anderen Möglichkeiten.

Die Menschen, die sich dessen bewusst sind und doch nicht an Gott glauben und sich Ihm nicht unterworfen haben, fühlen Schrecken und Unbehagen. Die gläubigen Menschen jedoch wissen, dass das Universum, sowie ihre Körper, unter Seiner Kontrolle stehen. Sie haben sich voll und ganz Seinem Willen und Wissen unterworfen. Die Tatsache, dass das Universum auf einem feinen Gleichgewicht beruht, vergrössert ihren Glauben und stärkt ihre Verbundenheit zu Gott, sowie ihr Staunen.
In seinem unnachahmigen Stil vergleicht Beduizzaman Said Nursi den Frieden der Muslime mit der Hoffnungslosigkeit der Ungläubigen wie folgt:

"Alle materiellen und spirituellen Ereignisse bedrohen, erschrecken und greifen die ungläubigen, missgeleiteten Menschen an. Sie destabilisieren ihre geistigen Kräfte und bringen sie durcheinander. Die gläubigen Menschen fühlen sich dadurch jedoch nicht bedroht oder verängstigt, stattdessen werden solche Ereignisse eine Quelle der Freude und Freundschaft, Hoffnung und Kraft. Die Menschen, die Glauben besitzen, sehen, dass die endlose Serie von Ereignissen, die eine nach dem anderen wie die Waggons eines Zuges erscheinen, ein physischer und spiritueller Zug, sowie das mobile Universum, von einem weisen Schöpfer verwaltet und gesandt werden, von perfekter Ordnung und Weisheit, mit der Aufgabe, ihrer Pflicht zu genügen. Sie weichen von ihrer Pflicht nicht im geringsten ab und mischen sich nicht in ihre gegenseitigen Belang ein. Die geistige Kraft, die sie uns geben, ermöglicht uns, zu sehen, dass sie von der perfekten Kunst und der Schönheit des Universums abhängig sind, und der Glaube manifestiert sich als ein Beispiel ewiger Glückseligkeit…" (Risale-i Nur Collection, Hutbe-I-Samiye).

Ungläubige Menschen werden am Tage des Jüngsten Gerichts in die grösste Verzweiflung geraten, wo alle Menschen sich erheben und für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden. An diesem schweren Tag werden sie der Wahrheit begegnen, die sie ihr ganzes Leben verleugnet haben, und sie werden ein unbeschreibliches Leid fühlen, weil sie sich dem Glauben nie genähert haben, während sie auf dieser Erde weilten. Sie werden sich an Gottes Versprechen erinnern und erkennen, dass sie in die Hölle geworfen werden. Ihre Gefühle des Leidens sind mit denen auf der Erde unvergleichbar, nichts vergleicht sich mit ihrer Härte. Gott beschreibt ihre Verzweiflung an diesem Tag, dem Beginn des Jenseits, wie folgt:

Und an dem Tage, da die Stunde heraufzieht, werden die Sünder stumm vor Verzweiflung sein. (Sure 30:12 - ar-Rum)

Es ist klar, dass die Strafe jener, die den Glauben willentlich zurückweisen, nachdem sie durch den Quran dazu aufgefordert worden sind, schwer und endlos sein wird. Der entsprechende Vers lautet:

Sie wird nicht gemildert werden, und in ihr sollen sie verzweifeln. Wir tun ihnen kein Unrecht, sondern sie taten sich selbst Unrecht. (Sure 43:75-76 - az-Zukhruf)


Der geistige Zustand der Verzweifelten


Einer der wichtigsten Faktoren, der den Menschen Energie gibt, sie am Leben erhält, fröhlich und zufrieden macht, ist ein positiver geistiger Zustand. Es ist wichtig, einen solchen Zustand beizubehalten, damit die Menschen ihr Leben auf eine gesunde Art und Weise leben. Viele Menschen, die keine positive Einstellung besitzen und daher Schmerz und Leid empfinden, bedrücken sich selbst und machen sich die Welt unerträglich.

Dieses Problem entsteht, weil sie nicht glauben, dass Gott die Kontrolle über alle Ereignisse besitzt; und sie unterwerfen sich somit nicht vollständig ihrem Schicksal, denn nur die völlige Unterwerfung vor Gott und dem eigenen Schicksal bringt dem Menschen Frieden. Positiv in die Zukunft zu schauen und auf Gott vertrauen, anstatt in Furcht und Leid zu versinken, macht die Menschen körperlich und geistig gesund. Jene Menschen, die sich vor der Zukunft fürchten und sich Sorgen darüber machen, sind wie jene Menschen, die ihr Leben verloren haben, obwohl sie immer noch leben. Es wäre falsch, von solchen Menschen grosse Fortschritte zu erwarten und gute Ideen, Gedanken und positives Benehmen; die Seelen dieser Menschen sind immerfort erfüllt von Sorge und Missvergnügen.

Jene Menschen, die durch das kleinste Ereignis, das entgegen ihren Wünschen stattfindet, aufgerüttelt werden, depressiv werden und geistig verfallen, sind die Verlierer. Ihre Seelen werden zerstört, und als eine Konsequenz daraus verfallen ihre Körper. Die Menschen sind erschaffen worden, um friedlich, gesund und produktiv zu sein, indem sie sich dem Willen Gottes unterwerfen und ihr Vertrauen auf Ihn allein setzen.

Für die Menschen ohne Glauben erscheint alles ein Problem. Zu erkranken, nicht in der Lage zu sein, eine "wichtige" Einladung anzunehmen, seine Forschungsarbeit nicht beenden zu können, keine lang erwünschten Ferien zu machen, von jemandem, den man beeindrucken wollte, keine Aufmerksamkeit zu bekommen, sogar ein kleiner Kratzer am Auto kann zu plötzlicher, grosser Traurigkeit und Verzweifulung führen. Solche unwichtigen Ereignisse können zu plötzlichen Depressionen führen. Der Grund dieser negativen Haltung liegt darin, dass die Menschen dieser Welt viel zu viel Bedeutung beimessen, viel mehr als sie verdient. Sie glauben nicht eine Minute an das Leben nach dem Tode, sie verlieren keinen Gedanken darüber, dass sie alle einmal sterben müssen und daß sie diese Welt hinter sich lassen werden. Sie beschäftigen sich mit oberflächlichen Problemen, und die Hoffnungen, die sie in diese kleinen Ziele gesteckt haben, können leicht erschüttert werden. Menschen, die einen solchen Lebenstil führen, sind unglücklich und besorgt.


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Menschen können auch wegen eines plötzlichen und unerwarteten körperlichen Makels in Depressionen verfallen und erfahren eine Periode der Verzweiflung. Während dieser Zeitperiode stellen sie eine bestimmte Haltung zur Schau - die sie gewöhnlich nicht zeigen würden, wenn sie nicht der Meinung wären, dass ihr körperliches Aussehen einen Makel hätte - zum Beispiel, sich über eine/n gut aussehende/n Freundin/Freund aus lauter Eifersucht lustig zu machen oder sich auf eine Art und Weise auszudrücken, die den Freund sich schlecht fühlen lässt. Andere Menschen unter den gleichen Umständen ziehen sich in sich zurück und meiden ihre Freunde. Alle diese Verhaltensstörungen kommen daher, weil man sich seinem Schicksal nicht unterwirft und nicht auf Gott vertraut.

Niemand gewinnt aus der Verzweiflung, denn sie hat keinen positiven Einfluss auf die Haltung, die geistige Gesundheit, die Zukunft oder den Lebenstil. Im Gegenteil, sie führt zu Krankheit und moralischer Depression, die sogar zum Tode führen kann. Eine positive Haltung bringt jedoch viel körperlichen und geistigen Gewinn. Zuallererst erwirbt man dadurch Gottes Wohlgefallen und führt eine Art Verehrung durch, indem man Seine Befehle befolgt.

Hoffnungsvoll zu bleiben, trotz aller Ereignisse, und die Hoffnungslosigkeit zurück zu weisen, führt zu einer positiven Entwicklung der Seele. Solche Menschen sind ihrem Schicksal ergeben und besitzen keine weltlichen Ambitionen. Sie sind geduldig und ruhig und werden nicht durch die Ereignisse tangiert. Sie sind stark und zufrieden, und Sie werden von den anderen respektiert. Sie sind Menschen, die man um Rat fragt, sie sind erfahren, und Sie haben die Charakterzüge eines Führers.


Die "Hoffnung" jener ohne Weisheit


Es besteht eine sehr wichtige Verbindung zwischen hoffnungsvoll sein in der Befolgung von Gottes Befehl und der Einhaltung der Grenzen, die von Ihm gesetzt sind. Der Grad der Hoffnung einer Person auf Gottes Gnade steht im gleichen Verhältnis mit seiner Nähe zu Gott und der Befolgung der Quranischen Richtlinien. Jene Menschen, die sich keine Gedanken über Gott machen, die so leben wie sie wollen, sich von Gottes Befehlen abwenden und dann erwarten, dass sie belohnt werden, täuschen sich selbst. Die gute Belohnung werden sie nur erhalten, indem sie ihre Haltung ändern und sich in ehrlicher Reue Gott zuwenden.

Das ist die Hoffnung dieser törichten Menschen. Viele sind überzeugt, dass sie eine grosse Belohnung im Jenseits erhalten werden, obwohl sie Gott nicht anerkannt und geschätzt haben, wie es verlangt wird und gar kein oder nur wenig Wissen über den Quran und den Islam besitzen. Hoffnungsvoll zu sein, ist eine Charaktereigenschaft, die einzigartig für Gläubige ist; der hässliche Wagemut und Kopflosigkeit sind jedoch Zeichen des Unglaubens. Sie versuchen ihr Gewissen mit falschen Hoffnungen und Erwartungen zu beruhigen. Irgendwann glauben sie dann an die Wahrheit dieser Selbsttäuschung.

Zum Beispiel: Ein Wissenschaftler zeigt nicht die geringste Haltung entsprechend den Quranischen Richtlinien, und er erwartet, wegen seiner wissenschaftlichen Arbeit gerettet zu werden.

Eine Philosophin, die die Religion zurückweist und verleugnet, jedoch in der Überzeugung lebt, dass sie dank ihrer Bildung den anderen überlegen ist und dafür im Jenseits belohnt werden wird.

Der Händler ist voll guter Hoffnung auf das Jenseits, weil er für andere Güter beschafft.
Doch wenn man sich mit diesen Menschen näher unterhält, so merkt man bald, dass sie an der Existenz eines Lebens nach dem Tode zweifeln. Ein Vers beschreibt diese Menschen wie folgt:

Und stelle ihnen das Gleichnis von zwei Männern auf. Einem von ihnen gaben Wir zwei Rebgärten, umzäunt mit Palmen, zwischen denen Wir ein Getreidefeld anlegten. Beide Gärten erbrachten ihre Ernte, und so ermangelte nichts. Und Wir ließen mittendurch einen Bach fließen. Und er trug ihm Früchte. Da sagte er während ihrer Unterhaltung zu seinem Gefährten "Ich habe reicheres Vermögen als du und verfüge über mehr Leute." Sich so gegen sich selbst versündigend, betrat er seinen Garten und sprach: "Ich glaube nicht, dass dies je zu Grunde geht. Und ich glaube auch nicht, dass die Stunde je kommt. Und selbst wenn ich zu meinem Herrn zurückgeholt werden sollte, fände ich dort gewiss einen besseres im Tausch." (Sure 18:32-36 - al-Kahf)

Diese Menschen hegen ganz klar Zweifel am jüngsten Gericht und stellen somit diese Logik zur Schau; Sie leben in der Hoffnung, dass, sollte es sich herausstellen, dass sie ins Jenseits kommen werden, das Endresultat positiv für sie sein wird. Diese widersprüchliche Logik ist das Resultat der Unvernunft, die durch das Fehlen aufrichtigen Glaubens hervorgerufen wird. Dieses Beispiel spiegelt eine Mentalität wider, die heute sehr verbreitet ist.

Jene Menschen, die diese lächerliche Erwartung besitzen, glauben, dass sie für das Gute, das sie auf dieser Welt vollbracht haben, belohnt werden - gute Taten, die sie nur zu ihrem eigenen Vorteil begangen haben. Tatsächlich glauben sie, dass dies ihr natürliches Recht ist. Sie benutzen häufig Ausdrücke wie "Arbeit ist die beste Art der Verehrung" und "Dienste am Volk, sind Dienste an Gott". Nun sind diese Ideen nützlich, wenn sie aufrichtig ausgeführt werden. Es widerspricht jedoch jeglicher Logik, Belohnungen für Taten zu erwarten, die einzig und allein erbracht worden sind, um sein eigenes Ego zu befriedigen und zusätzlich noch eine undankbare und widerspenstige Haltung gegenüber Gott anzunehmen.

Doch wenn sie ermahnt werden, dass eine solche Erwartung bedeutungslos und lächerlich ist, dass es für Gott bedeutsam ist, zu glauben und stets nur zu handeln, um Sein Wohlgefallen zu erlangen, dann weigern sie sich, diese Wahrheit zu akzeptieren. Der Quran verkündet, dass Dinge, die ohne Glauben getan werden, oder ohne Gottes Wohlgefallen erlangen zu wollen, im Jenseits nicht belohnt werden und völlig wertlos sind. Was immer sie tun, ist umsonst, wenn sie keinen Glauben haben und sie es nicht um Gottes Willen tun. Im Quran steht es so geschrieben:

Sprich: "Sollen Wir euch sagen, wer hinsichtlich ihrer Werke die größten Verlierer sind? Die, die sich mit Eifer im irdischen Leben verloren, während sie glaubten, das Richtige zu tun!" (Sure 18:103-104 - al-Kahf)

Solche Menschen, die der Meinung sind, dass sie religiös sind, befolgen in Wirklichkeit ein religiöses Modell, das nicht dem Quran entspricht und begehen somit Götzenverehrung. Sie haben falsche Erwartungen und Hoffnungen auf das Jenseits. Der einzige religiöse Weg, der einen Wert für Gott hat, ist die Anwendung des Quran; darin enthalten ist die wahre Religion, wie sie von Gott enthüllt worden ist. Kein anderes religiöses Modell ausser dem Quran und der Sunnah unseres Propheten (saws) hat für Gott irgendeinen Wert. Jene Menschen, die glauben der Religion zu dienen aber deren Denkweise auf Götzenverehrung basiert, werden im Quran wie folgt erwähnt. Deren Taten sind null und nichtig.

Den Götzendienern ziemt es nicht, die Moscheen Gottes zu betreuen oder zu besuchen, solange sie durch ihren Unglauben gegen sich selber zeugen. Sie - umsonst sind ihre Werke, und im Feuer werden sie ewig verweilen. (Sure 9:17 - at-Tauba)

Im Quran beschrieben wird auch der Schock jener Menschen, die Gott falsche Götter beigesellen, wenn sie, immer in der Erwartung, ins Paradies zu kommen, mit dieser unerwarteten Situation konfrontiert werden:

Und eines Tages versammeln Wir sie allesamt. Dann werden Wir zu denen, die Gott Partner gaben, sprechen: "Wo sind euere Partner, die ihr (als vorhanden) behauptet?" Dann werden sie keine andere Ausrede haben als zu sagen: "Bei Gott, unserem Herrn, wir gaben Ihm keine Partner!" Schau, wie sie sich selber belügen, und wie das, was sie ersannen, ihnen entgleitet. (Sure 6:22-24 - al-An'am)

Hoffnungsvoll zu sein hat nur dann eine Bedeutung, wenn sie mit dem Glauben verbunden ist, denn dann wird daraus Verehrung und gutes Verhalten. Die Hoffnung, im Jenseits Gutes von Gott zu erhalten, ohne wirklichen Glauben zu haben, ohne die Quranischen Regelungen zu befolgen und ohne Gott zu verehren, wie es von Ihm vorgeschrieben worden ist, entsteht aus einer unaufrichtigen und unbeständigen Mentalität, die von der Hoffnung, sein Gewissen zu beruhigen, getrieben ist. Eine solche Denkweise täuscht nur jene, die sie verfolgen, denn sie ist nichts anderes als Einbildung. Man darf die Hoffnung des Gläubigen nicht mit der falschen Hoffnung der Menschen vergleichen, die unwissend sind und Gott falsche Götter beigesellen.

Jene Menschen, die sich das Paradies erhoffen, sollten sich auf eine Art und Weise benehmen, wie es von Gott verlangt wird. Wenn sie sich Seinem Willen entsprechend benehmen, Seine Befehle und Ratschläge befolgen, so verdienen sie das Recht zu hoffen, sich unter jenen Menschen zu befinden, die gemäss Gott das Paradies verdient haben:

Vermögen und Kinder sind Schmuck des irdischen Lebens. Das Bleibende aber, die guten Werke, bringen besseren Lohn bei deinem Herrn und begründen bessere Hoffnung. (Sure 18:46 - al-Kahf)

Ein weiterer Punkt muss hier erwähnt werden: Bis zu diesem Moment hat man vielleicht eine Moralität und eine Lebensweise angewendet, die Gott missfällt. Was jedoch zählt, sind Reue und die Absicht, sich zu ändern, nachdem man sich seiner Fehler bewusst geworden ist. Nachdem diese Entscheidung getroffen worden ist, sollten er oder sie während ihres Leben danach streben, moralische Perfektion zu zeigen. In diesem Fall kann man auf Gottes Verzeihung und das Paradies hoffen.

Es ist der Wunsch des Teufels, die Menschen mit Hoffnungslosigkeit anzustecken
Der Teufel verursacht bei den Menschen, die sich mit ihm anfreunden, einen Mangel an Selbstvertrauen, Angst vor der Zukunft und einen negative Reaktion auf Ereignisse. Er will nicht, dass die Menschen Glauben besitzen, Gott vertrauen und gehorchen, sich ihrem Schicksal ergeben und ein Leben voll Hoffnung und Begeisterung führen. Gott bewirkt, dass gläubige Menschen all diese Eigenschaften besitzen, denn sie führen dazu, dass sie Gott näher kommen. Der Teufel will natürlich nicht, dass die Menschen diese Ziele erreichen. Daher versucht er, sie in die Vernichtung zu treiben, indem er sie zu Depression, Hilflosigkeit, Langeweile und Trostlosigkeit verführt.

Der Teufel versucht, den gläubigen Menschen Verzweiflung einzuflössen, wenn eine Situation negativ erscheint. Der Teufel hat jedoch bei den wirklich gläubigen Menschen keinen Erfolg, denn er kann sie nicht an sich ziehen. Ihr starker Glaube bewirkt, dass sie Gottes Gesetze und Ratschläge mit Sorgfalt befolgen. Da im Quran geschrieben steht, dass man positiv sein soll, können die gläubigen Menschen gar nicht anders, als diesen Ratschlag zu befolgen. Gott sagt den Gläubigen:

O meine Söhne! Zieht aus und erkundigt euch nach Joseph und seinem Bruder. Und verzweifelt nicht an Gottes Erbarmen. Siehe, an Gottes Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen." (Sure 12:87 - Yusuf)

Auch andere Verse verurteilen die Tendenz, in Verzweiflung zu geraten und sagen aus, dass dies eine der negativen Charaktereigenschaften der Ungläubigen ist. Die betreffenden Verse lauten wie folgt:

Der Mensch ermüdet nie, wenn er um Gutes bittet; doch wenn ihn das Böse trifft, dann ist er verzweifelt und verzagt. Fürwahr, wenn Wir ihm Unsere Barmherzigkeit fühlen lassen, nach dem Leid, das Ihn betroffen hatte, dann sagt er bestimmt: "Das gebührt mir! Und ich glaube nicht, dass die Stunde bevorsteht. Doch falls Iich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, dann finde ich bei Ihm gewiss das Beste." Doch Wir werden die Undankbaren wissen lassen, was sie getan haben, und wahrlich, Wir werden sie eine harte Strafe kosten lassen. (Sure 41:49-50 - Fussilat)

Und diejenigen, welche nicht an die Offenbarungen Gottes und die Begegnung mit Ihm glauben - sie sind es, die an Seiner Barmherzigkeit verzweifeln; und sie werden schmerzliche Strafe erleiden. (Sure 29:23 - al-'Ankabut)

Jene, die die Hoffnung verloren haben und rebellieren, sind in die Falle des Teufels gegangen und haben seine Erwartungen erfüllt. Anderseits sind die Gläubigen immer hoffnungsvoll und schauen positiv in die Zukunft. Sie haben Gottes Wohlwollen und die Belohnung im Jenseits gewonnen, und Gott lässt sie daher ein gesundes und fröhliches Leben in dieser Welt führen. Der Teufel kann sie nicht in die Verzweiflung locken, denn sie bleiben unter allen Bedingungen hoffnungsvoll, fest an den Quran gebunden und Gott ist ihr engster Freund. Dieses Thema ist sehr wichtig, sogar ein Hauptpunkt des Islam. Daher nehmen es gläubige Menschen damit peinlich genau, wie auch mit allen anderen Aspekten des Quran.

Der Teufel will nicht, dass die Religion Gottes vorherrscht und die Überhand gewinnt. Er will vielmehr, dass die Menschen ihr Leben nach unmoralischen Regeln führen, und Hoffnungslosigkeit ist ein Teil dieses Vorhabens. Es gibt Kulturkreise, in denen die Hoffnungslosigkeit eine Lebensphilosophie geworden ist. Jene Menschen, die unter dem Einfluss des Teufels sind, erleben eine egoistische Freude an Liedern, Filmen und anderen Ausdrucksformen, die Hoffnungslosigkeit und Pessimismus reflektieren.
Geist, Mentalität und Vernunft jener hoffnungslosen Menschen helfen nicht, gesunde Entscheidungen zu treffen. Hoffnungslosigkeit macht die Menschen körperlich krank und ist gleichzeitig eine schwere geistige Krankheit, die zu Selbmord führen kann. Es ist klar, dass man nicht erwarten kann, dass solche Menschen gemäss den Quranischen Regeln leben. Dies ist dem Teufel sehr dienlich, denn er benützt dies, um die Menschen von der Religion wegzulocken, wobei sie jegliche Hoffnung auf das Jenseits verlieren und sich der ewigen Bestrafung nähern. Das war schon immer sein Ziel.

Menschen ohne Hoffnung stecken andere mit dem gleichen negativen und depressiven Zustand an. So werden sie praktisch zu Helfern des Teufels, denn sie sind in der Lage, diesen geistigen Zustand, den der Teufel begehrt, in anderen Menschen auszulösen. Diese Haltung macht aus diesen Menschen, absichtlich oder unabsichtlich, Diener des Teufels, der Tatsache zum Trotz, dass die Menschen einzig und allein erschaffen worden sind, um Gott zu dienen.